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Die gesetzliche Krankenversicherung wird von vielen Arbeitnehmern bevorzugt, obwohl die Möglichkeit besteht, sich privat zu versichern. Wenn Ihr Brutto-Jahresverdienst 62.550 Euro übersteigt, entscheiden Sie selbst, ob Sie privat oder gesetzlich versichert sind.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die kostenlose Versicherung der Familienmitglieder. Die Versicherungsbeiträge sind von der Höhe Ihres Einkommens abhängig. Das Solidaritätsprinzip akzeptieren viele Arbeitnehmer, wer viel verdient, bezahlt höhere Beiträge.

Welche Familienmitglieder werden mitversichert?

Ehepartner und Kinder bis zum 23. Lebensjahr sind berechtigt. Wenn die Kinder über kein nennenswertes Einkommen verfügen, studieren usw., besteht die Versicherung bis zum 25. Lebensjahr.

Welche Leistungen akzeptiert die gesetzliche Krankenkasse?

Die Grundversicherung ist gewährleistet, die Wahl des Arztes oder des Krankenhauses beschränkt. Sie müssen sich unter Umständen mit einem Mehrbettzimmer im Krankenhaus begnügen. Allerdings ist hier die Bemerkung erlaubt, dass die Versicherten nicht ständig oder jedes Jahr in einem Krankenhaus liegen. Zahnarzterstattungen sind allerdings gering, viele Arbeitnehmer schließen zusätzlich eine spezielle Versicherung für Zahnzusatz ab.

Die gesetzlichen Kassen übernehmen häufig unterschiedliche Zusatzleistungen wie Gesundheitskurse, Kurzuschüsse und eventuell Naturheilbehandlungen. Außerdem gibt es Bonusprogramme, die von den Versicherten gern in Anspruch genommen werden.

Ein weiterer Vorteil ist für viele Versicherte ausschlaggebend, sich für die gesetzliche Krankenkasse zu entscheiden. Die Kassen arbeiten nach dem Sachleistungsprinzip, das bedeutet, dass Kosten, die Grundbehandlung betreffend, mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Der Versicherte muss keine Zahlungen im Voraus leisten.

Der Versicherungsschutz der GKV besteht in der EU und in Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht.

Nachteile der GKV

  • Einige versicherte Personen finden es nachteilig, dass der Leistungsumfang an die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen gebunden ist. Extras gibt es in der GKV nicht. Wer länger als sechs Wochen krank ist, erhält nur noch 70 % des Einkommens.

Für wen lohnt sich die GKV?

  • Angestellte und Facharbeiter sind pflichtversichert in der GKV. Nach Erreichen eines bestimmten Einkommens bleiben viele Versicherte weiterhin in der GKV.
  • Beamte profitieren durch die Kostenerstattung der Beihilfe. Die Beihilfe ist normalerweise nur für privat Versicherte vorgesehen. Einige Bundesländer bewilligen jedoch auch Beamten, die in der GKV versichert sind, einen Zuschuss.
  • Selbstständige haben die Wahl, entscheiden sich jedoch häufig für die GKV. Im Hinblick auf die kostenlose Versicherung der Familienmitglieder ist diese Entscheidung klug.
  • Ehepartner sind entweder selbst versichert oder beim Partner. Die kostenlose Familienversicherung spielt auch in diesem Bereich eine große Rolle. Wer beispielsweise drei Kinder und Ehefrau zu versorgen hat, wird die gesetzliche Krankenversicherung bevorzugen
  • Personen mit niedrigem Einkommen sind in der GKV bestens versichert.

Leistungen der GKV – Nachteile

  • Zahnarzt – Nur die Grundleistungen werden übernommen.
  • Krankenhausaufenthalt – Ihre Behandlung übernimmt der Facharzt. Es kann geschehen, dass Sie in einem Mehrbettzimmer untergebracht werden. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass Sie als GKV-Versicherter täglich bis maximal 28 Tage, berücksichtigt werden alle Krankenhausaufenthalte in einem Jahr, 10 Euro zahlen müssen. Für den Patienten mit geringem Einkommen sind 280 Euro eine hohe Summe.
  • Arztwahl steht für Sie nicht zur Debatte, Ihre Behandlung übernehmen ausschließlich Kassenärzte. Allerdings steht es Ihnen frei, den geeigneten Kassenarzt zu wählen. Leistungen des Heilpraktikers werden nicht übernommen.
  • Termine bei Fachärzten und Spezialisten: Oft müssen Sie mit mehreren Monaten Wartezeit rechnen. Wenn Ihr Hausarzt für Sie den Termin vereinbart, fallen keine langen Wartezeiten an.
  • Eine Klinikwahl haben Sie nicht, Sie werden zur nächstgelegenen Klinik mit einem freien Bett gebracht.
  • Sie erhalten ausschließlich verschreibungspflichtige Medikamente mit deutlich geringer Zuzahlung.
  • Brillen und Sehhilfen werden nur in Härtefällen erstattet.
  • Alternative Behandlungsmethoden gehören nicht grundsätzlich zum Leistungsprogramm.

Versicherte in der GKV nutzen insofern Alternativen, indem sie Zusatzversicherungen abschließen. Die GKV gewährt die Beitragsfreiheit im Mutterschafts- oder Erziehungsurlaub.

Bei Arbeitsunfähigkeit oder Erkrankung des minderjährigen Kindes wird Krankengeld gezahlt. Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass eine Haushaltshilfe gestellt wird, wenn der Krankenhausaufenthalt der Mutter notwendig und der Vater berufstätig ist. Das Mutterschaftsgeld ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Die Vorsorgekuren für Mütter werden häufig in Anspruch genommen.

Der Versicherte tätigt zwar Zuzahlungen. Allerdings ist die Höhe der Zuzahlungen auf maximal 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen beschränkt. Wenn die Zuzahlungen diese Belastungsgrenze überschreiten, beantragt der Versicherte die Befreiungsbescheinigung.

Versichern mit Vorerkrankungen?

Der Abschluss des Vertrages mit einer gesetzlichen Krankenversicherung ist nicht abhängig von einem Gesundheitscheck. Die Krankenkasse ist verpflichtet, jeden Antragsteller aufzunehmen ohne Berücksichtigung der Vorerkrankungen. Versicherte, die chronisch krank sind, müssen keine Zuschläge zahlen. Mitglieder der GKV können ihre Krankenkasse wechseln unter Berücksichtigung der Kündigungsfristen. Die gesetzlichen Krankenkassen berechnen unterschiedliche Beiträge und Zusatzleistungen.

Welcher Versicherungsnehmer bevorzugt grundsätzlich die GKV?

  • Der Alleinverdiener einer kinderreichen Familie entscheidet sich für die GKV.
  • Wer über geringe Einnahmen verfügt, bevorzugt die GKV.

Es gibt viele Verbraucher, die Angst vor finanziellen Belastungen haben oder sich mit dem bürokratischen Aufwand nicht befassen wollen. Der Versicherte der GKV tritt nicht in Vorlage, die Rechnungen werden automatisch ohne sein Zutun an Ärzte oder medizinische Einrichtungen beglichen. Formulare oder sonstige bürokratische Formalitäten sind für den Versicherten kein Thema.

Versicherte mit chronischen Erkrankungen werden nicht mit zusätzlichen Beitragserhöhungen belastet. Viele Verbraucher finden die Grundversorgung ausreichend. Eine Krankenzusatzversicherung ist in einigen Bereichen sinnvoll, beispielsweise für Zahnarztbehandlungen. Der selbstständige Versicherungsnehmer entscheidet selbst, ob GKV oder PKV.

Es kann nicht pauschal gesagt werden, die GKV ist empfehlenswert. Die jeweilige Lebenssituation, die Höhe des Einkommens, die Vorerkrankungen und ähnliche Vorkommnisse sind abhängig von der Entscheidung des Versicherungsnehmers. Der ledige gesunde Arbeitnehmer bzw. der Arbeitnehmer, dessen Partner selbst versichert ist, entscheiden sich für die PKV. Wer mehrere Kinder hat, denkt anders und bevorzugt die GKV. Bei Nichtzahlung der Beiträge an die GKV oder wenn kein Anspruch auf Sozialleistungen besteht, übernimmt die GKV die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlung.

 

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die GKV die Gleichbehandlung aller Mitglieder realisiert. Darüber hinaus punktet die GKV mit nicht zu unterschätzenden Vorteilen, die für den Versicherungsnehmer ausschlaggebend für die Wahl der Krankenkasse sind. Die gesetzlichen Krankenversicherungen sind verpflichtet, unabhängig vom Einkommen, den Versicherungsschutz einheitlich zu gewähren.

 

Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen

Der Konkurrenzkampf ist auch in diesem Bereich spürbar. Welche Leistungen werden nicht von jeder gesetzlichen Krankenkasse angeboten?

  • Übernahme von Reiseimpfungen,
  • die medizinische Telefonberatung,
  • Homöopathie oder alternative Behandlungsmethoden,
  • Terminvereinbarung bei Fachärzten,
  • unterschiedliche Bonusprogramme.

 

Die GKV garantiert die Grundversorgung, das ist für viele Verbraucher das A und O einer guten Krankenversicherung.