Auslandreisekrankenversicherung

Krankenversicherung im Ausland

Eine Auslandsreisekrankenversicherung deckt Risiken von schweren Krankheiten oder Unfällen im Urlaub bzw. die verursachten Kosten ab. Sie greift allerdings nur in Notfällen. Die Auslandreisekrankenversicherung bewahrt den Versicherungsnehmer vor hohen Krankenhaus- oder Arztrechnungen, die schnell eine Höhe von mehreren tausend Euro erreichen können.
Insbesondere gesetzlich Versicherte sollten sich eingehend mit dem Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung beschäftigen. Privat Versicherte sollten vor Abschluss genau abwägen, welche Leistungen im Ausland ihr Versicherungsanbieter abdeckt.

Woran erkennt man gute Auslandsreisekrankenversicherungen?

Die Angebotsfülle an Auslandreisekrankenversicherungen ist immens. Ein gutes Angebot erkennt man vor allem daran, dass umfassende Leistungen angeboten werden und u.U. auch die Krankenrücktransportkosten übernommen werden.  Ebenso ist darauf zu achten, ob die Versicherungen auch Leistungen gewährt, wenn man unverschuldet in Unruhen oder einen Bürgerkrieg gerät. Die meisten Anbieter schließen die Kostenübernahme nur aus, wenn man in ein Land reist vor dem das Auswärtige Amt ausdrücklich abrät. Familienversicherungen sollten auch beispielsweise „Roomin-in-Kosten“ übernehmen, das bedeutet, dass im Notfall eine Begleitperson beim erkrankten Kind bleiben kann. Auch sollte für eine gute Versorgung der minderjährigen Reisenden gesorgt sein, falls die Begleitperson durch Krankheit, Unfall oder sogar Tod ausfällt.

Schutz auch inner¬halb der EU ratsam

Auch wenn die gesetzlichen Krankenversicherungen bei Reisen innerhalb Europas im Grunde für ambulante Behandlungen und Klinikaufenthalte aufkommen, werden privat verordnete Gesundheitsmaßnahmen nicht immer vollständig erstattet. Prinzipiell kommen gesetzliche Krankenversicherungen für Krankenrücktransporte nicht auf. Hier kann nur eine zusätzlich abgeschlossene Auslandsreisekrankenversicherung greifen.
Reisen außerhalb Europas und für die Länder mit denen kein Sozialversicherungsabkommen besteht sind durch die GKV nicht abgedeckt. Besteht keine Auslandsreisekrankenversicherung muss der Erkrankte alleine für die Kosten aufkommen.
Privat versicherte sollten sich eingehend über die Leistungen im Ausland ihres Anbieters informieren.

Unterschiedliche Tarife

Die Anbieter der Auslandsreisekrankenversicherungen bieten häufig unterschiedliche Tarife an für Einzelpersonen, Familien und Senioren. Die Familienversicherung beinhaltet auch die Absicherung der Kinder. Ebenfalls ist häufig „Room-in“ für die Eltern bzw. ein Elternteil inbegriffen oder eine Versorgung der Minderjährigen, wenn die Begleitperson ausfällt. So ist gewährleistet, dass das Kind im Falle von Erkrankung oder eines Unfalls nicht vollkommen auf sich allein gestellt ist. Auch für Senioren werden spezielle Tarife angeboten. Diese sind oftmals allerdings erhöht, weil die Versicherer hier ein größeres Risiko an Erkrankungen sehen. Auch wenn bereits eine Auslandsreisekrankenversicherung besteht, lohnt sich häufig ein Wechsel um die Prämien zu senken. Die einzelnen Angebote unterscheiden sich aber nicht nur im Hinblick der Zielgruppen. Als Beispiel: Der Tarif XY für eine Einzelperson bei Anbieter A ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit dem Tarif 375 von Anbieter B. Nicht nur die Prämienhöhe kann sehr unterschiedlich ausfallen, sondern auch die angebotenen Leistungen.

Worauf ist zu achten?

Der spontane Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist nicht zu empfehlen, da nicht jeder Tarif einen allumfassenden Schutz bietet. Oftmals wird beispielsweise die Kostenübernahme eines Krankenrücktransports nur gewährleistet, wenn es sich um eine medizinisch notwendige und nicht um eine medizinisch sinnvolle Maßnahme handelt.
Des Weiteren bieten einige Anbieter nur Versicherungsschutz für Reisen bis insgesamt 56 Tagen pro Jahr. Auch die Leistungskonditionen fallen sehr unterschiedlich aus. So kann es beispielsweise sein, dass ein Rücktransport erst gewährleistet wird bei Reisen, welche mindesten 2 Wochen andauern. Ebenso stellt sich die Frage nach der Übernahme der Kosten für vorläufigen Zahnersatz oder Hilfsmittel wie etwa einen Rollstuhl.
Hier ist ein Vergleich unbedingt notwendig.

Chronische Erkrankungen

Versicherte mit chronischen Erkrankungen müssen sich unbedingt vor der Reise mit ihrer eigentlichen Krankenversicherung arrangieren. Für Notfälle bedingt durch chronische Erkrankungen wie beispielsweise durch Diabetes oder Sklerose übernehmen die Auslandsreisekranken- versicherungen keine Kosten.  Allerdings steht die gesetzliche Krankenkasse in der Pflicht für die Kosten aufzukommen, wenn der Versicherte bereits vor der Reise darlegen kann von einer Auslandreisekrankenversicherung abgelehnt worden zu sein.
Ebenso ist vom Versicherungsschutz derjenige ausgegrenzt, der bereits erkrankt den Urlaub antritt. Hier berufen sich die Versicherer darauf, dass keine unerwartete Notfallsituation aufgetreten ist. In fast jedem Fall ist eine Auslandreisekrankenversicherung absolut empfehlenswert. Wichtig ist für den Interessenten lediglich sich vor Abschluss dieser eingehend über die Konditionen und Leistungen zu informieren und mehrere Angebote zu vergleichen.