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Wenn man über die Beitragsbemessungsgrenze kommt, dann hat man die Möglichkeit von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Es gibt jedoch dabei bestimmte Regelungen zu beachten.

  1. Was ist die Versicherungspflichtgrenze und wie hoch ist sie?
  2. Was bedeutet Einkommensgrenze?

Die Versicherungspflichtgrenze ist ein wichtiger Wert, der immer berücksichtigt werden muss.

Krankenversicherungsbeiträge 2022

Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist verpflichtet Beiträge in die gesetzlichen einzuzahlen. Einen Teil davon zahlt der Arbeitgeber. Sozialversicherungsbeiträge wie z.B. Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung oder Pflegeversicherung, werden direkt vom Bruttogehalt abgeführt Das heißt, bevor der Lohn auf das Konto des Arbeitnehmers ausgezahlt wird, mindert sich das Bruttogehalt um die Sozialversicherungsbeiträge.

Wie hoch sind die Sozialversicherungsbeiträge?

Umso mehr wir brutto verdienen, umso mehr zahlen wir an Sozialversicherungsbeitrag.

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2021 lag der Rentenversicherungsbeitrag bei 18,6 Prozent. Davon übernehmen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte. 186 Euro werden an die Rentenversicherung gezahlt, wenn das Gehalt bei 2.000 Euro brutto liegt. Sind es z.B. 3500 Euro brutto pro Monat, so liegt der Beitrag an die Rentenkasse bei 325,50 Euro

Die Sozialversicherungsbeiträge steigen nicht bis ins Unermessliche, wenn man immer mehr verdient. Ab einem Verdienst in Höhe über der Beitragsbemessungsgrenze , steigen die Beiträge nicht mehr weiter. Als Gutverdiener kann man nie mehr als den Höchstbetrag bezahlen müssen.

Wenn das Bruttogehalt steigt, steigen auch die Beiträge zur Sozialversicherung. Das gilt ausschließlich im Rahmen der Einkommensgrenze bzw. Beitragsbemessungsgrenze. Somit werden die Beiträge zur Sozialversicherung gedeckelt.

Möglichkeiten zum Wechsel in die private Krankenversicherung

  • Ob Sie 100 oder 7.200 Euro verdienen, macht vom Sozialversicherungsbeitrag her keinen Unterschied. Der Beitrag erhöht sich nicht mehr.
  • In der privaten Krankenversicherung zahlen Sie nicht nach dem Einkommen. Der Beitrag kann sich zwar durch Beitragserhöhungen steigern, aber er steht nicht in Abhängigkeit zum Verdienst. Keine Änderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt seit 1. Januar 2022 = 64.350 Euro im Jahr. Somit hat sie sich nicht geändert im Vergleich zum Jahr 2021. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt auch unverändert mit einem Betrag von 58.050 Euro im Jahr.
  • Privat versichern kann sich in Deutschland seit 2009 jeder, der versicherungsfrei ist. Diese Regelung ist im in § 5, 6 und 8 Sozialgesetzbuch Fünf (SGB V) festgelegt.
  • Versicherungsfrei ist man, wenn man nicht verpflichtet ist, sich in der gesetzlichen Krankenkasse als Pflichtversicherter zu versichern.
  • Die gesetzliche Krankenversicherung prüft die Versicherungsfreiheit einer Person.

Wer kann sich privat versichern?

  • Freiberufler & Selbstständige
  • Beamte
  • Angestellte, die über der Versicherungspflichtgrenze (2022: 64.350 Euro) verdienen
  • Personen, die kein eigenes Einkommen haben oder mit ihrem Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro pro Monat liegen, z.B. Hausfrauen oder Kinder
  • Studierende, die von der Versicherungspflicht in der GKV befreit sind oder mindestens 30 Jahre alt sind

Mehr Infos zum Wechsel in die Private.

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