Mining

Blöcke, die man dem Blockchain hinzufügt werden durch das Mining erzeugt. Mit der Entstehung neuer Blöcke aktiviert sich die Ausgabe neuer Bitcoins und gleichzeitig können neue oder noch nicht abgeschlossene Transaktionen teilweise bestätigt werden. Wie viel Bitcoins je neuem Block entstehen ist unterschiedlich. So wurden 50 Bitcoins bis November 2012 ausgezahlt, bis Ende Juni 2016 waren es 25 und aktuell sind es 12,5. Damit ist eine dezentrale Geldschöpfung gegeben. Da diese Vorgehensweise  rechenintensiv ist, wird der Teilnehmer, der einen neuen gültigen Block erzeugt, belohnt und zwar auf die Weise, dass er nicht nur die geschöpften Bitcoins bekommt, sondern auch die aus den Transaktionen hervorgegangenen Gebühren. Per Flooding-Algorithmus wird jeder neue gültige Block, sobald er gefunden wurde, mit den unbestätigten Transaktionen als neuer längere gültige Blockchain an alle Bitcoin-Nodes im Netzwerk verbreitet. Im Bitcoin-System wird vom die Problematik der byzantinischen Generäle gelöst: Es gibt im Bitcoin-System keine zentrale Instanz zur Beglaubigung der Teilnehmer; aus Prinzip gibt es auch kein Vertrauen der Bitcoin-Nodes untereinander. Für jeden einzelnen Bitcoin-Node liegt das Problem in der Auswahl des Blocks. Er muss herauszufinden, welche Blockchain für ihn die “richtige” ist: anders ausgedrückt, der muss herausfinden, welche der Mehrheiten vertrauenswürdig ist. Nur das Mining schafft durch rechenintensive Arbeit gültige Blöcke. Im Grund schenkt jeder Bitcoin-Node sein Vertrauen der gültigen Blockkette, die am längsten ist, weil die meiste Rechenleistung hinter dieser Kette steht; weshalb vermutet wird, dass die Mehrheit der Teilnehmer dieser Kette vertraut.

Mining-Schwierigkeit und Proof-of-Work

In der Praxis übernimmt das Bitcoin-Netzwerk zwar die gesamte Rechenleistung, doch das Lösen kryptographischer Aufgaben den Proof-of-Work, entfällt auf das Mining. Mit dieser Methode will man sicherstellen, dass ein bestimmter Aufwand notwendig ist, um neue gültige Blöcke zu erzeugen. Aber auch, dass bei einem möglichen Angriff von 51 % eine nachträgliche Veränderung der Blockkette so gut wie ausgeschlossen werden kann.

Grad der Schwierigkeit

Das Netzwerk regelt die Problematik der Aufgabe u dynamisch. So wird jeweils ein neuer Block im Mittelwert von zehn Minuten erzeugt. Die Folge ist, dass es immer aufwendiger wird, Aufgaben zu lösen je mehr die Rechenleistung des Netzwerks steigt. Dies bedeutet auch, die richtige Lösung für einen Teilnehmer zu finden, entspricht proportional der vorhandenen Rechenleistung. Bitcoin-Nodes passen regelmäßig, meist im Turnus von zwei Wochen beim Mining den Schwierigkeitsgrad an die aktuelle Rechenleistung, die im gesamten System vorhanden ist, an. Damit soll gewährleistet werden, dass Probleme auch weiterhin alle zehn Minuten gefunden werden. Von den Bitcoin-Nodes werden die Lösungen nicht akzeptiert, die im Widerspruch zum aktuellen Schwierigkeitsgrad stehen.

Proof-of-Work

Bei Bitcoin hat der Proof-of-Work die Aufgabe, einen Hashwert, der unter einem bestimmten Schwellwert liegen muss, zu finden. Zur Mining-Schwierigkeit liegt der Schwellwert umgekehrt proportional umgekehrt. Jedoch wird durch den Schwellwert eine Regelung des Aufwands vom Proof-of-Work für das Lösen von Aufgaben. Fakt ist, den passenden Hash zu finden ist umso unwahrscheinlicher, wenn der Schwellwert sehr niedrig ist. Berechnet wird der Hash durch die zweimalige Anwendung der kryptologischen Hashfunktion SHA-256 bezogen auf den Anfangsbereich eines Blocks.

Der Ablauf:

Ø  Installation eines Blocks Block. Berechnung vom Root-Hash unter Berücksichtigung der Transaktionen

Ø  Formel für die Berechnung vom Hashwert: h = SHA256(SHA256(block header))

Ø  Verändert h (Schwellwert) Blockheader, nochmals zurück zum zweiten Schritt

Ø  Ist alles OK, dann ist der gültige Block gefunden, die Berechnung kann gestoppt und der Block veröffentlicht werden.

Der Hashwert muss unterhalb vom Schwellwert liegen. Damit auch dies auch der Fall ist, sind im Blockheader mehrere Felder vorhanden, hier kann der Wert verändert werden; Feld Nonce ist dafür speziell vorhanden.

Spezielle Hardware

Bis Ende 2013 war die ASIC-Bitcoin-Mining-Hardware verbreitet

Nur zu Beginn war das Mining auf dem Prozessor eines üblichen Computers rentabel, dann nie wieder. Nur auf spezialisierter Hardware, beispielsweise wie FPGAs und auf Grafikprozessoren lohnte sich Mining. Ende 2011 wurde FPGAs verstärkt eingesetzt aus zwei Gründen: Erstens, auch mit Grafikprozessoren wurde mit der Zeit kontinuierlich weniger Bitcoins pro Einheit an Rechenleistung. Der zweite Grund waren die Kosten für Strom, deren Anteil sich ebenfalls erhöht hatte. Die FPGAs haben die Eigenschaft hohe Kosten für die Hardware und auch mit einem in Bezug auf die spezielle Rechenanforderung, vergleichsweise niedrigen Stromverbrauch zu verbinden. Die Aktuell wurden ASICs und FPGAs von neuen Bausteinen für die Hardware fast komplett abgelöst; der Grund hierfür ist deutlich höhere Leistung.

Die ersten lauffähigen ASIC-Systeme, die auch im Handel erhältlich waren und die für das Mining von Bitcoins eingesetzt wurden, erschienen im Januar 2013. Jetzt ist es mit diesen System möglich, Bitcoins 50-mal schneller herzustellen als es die Systeme, die auf GPU basieren ermöglichten. Auch wenn man Bitcoins schneller minen kann, hat sich Stromverbrauch und damit auch die hohen Kosten verringert. Daraus ergab sich eine Unwirtschaftlichkeit der GPU-basierten Systeme für das Mining; dies war auch schon bei den auf CPU basierten Systemen in früheren Tagen der Fall. Die  bis Ende 2013 verbreiteten ASICMiner Block Erupter USB in 130-nm-Chip-Technik, pro Sekunde etwa. 333 Megahash, als Mhash/s abgekürzt. Diese Systeme arbeiten pro Joule, kurz Mhash/J, mit einer Effizient von 130 Megahash. Etwa ab Mitte des Jahres 2014 war eine in 28-nm-Technik arbeitende Mininghardware verfügbar. Dieses System arbeitete noch effektiver und konnte die Effizienz auf das Zehnfache steigern, was pro Joule mindestens 1,3 Gigahash, kurz Ghash/J, ergibt. Angekündigt wurde bereits 2015 eine Ultra-effiziente Hardware in 28-nm-Technik namens ASIC-Mining, mit 6 Ghash/J, kurz 0,19 J/Ghash. Die Ankündigung der Hardware erfolgte noch vor dem für 2016 erwarteten Einstieg in die Chip-Technik bei ASIC-Mininghardware14-nm, die noch effizienter arbeitet.

Schaut sich den Werdegang genau an, so kommt man zu dem Schluss, dass sich der Trend zum zentralisiertem Cloud-Mining hin bewegt und somit zur riskanten Kapitalanlage werden kann. Eine Zentralisierung kann nicht nur einen Angriff von 51 % wahrscheinlich machen, sondern das auch heute noch so sichere dezentrale Modell Bitcoin-Mining bedrohen.

Forks

Es gibt zwei Arten von Forks, die unterschiedliche Aufgaben haben. Da ist der Soft Fork, der die Software modifiziert während Hard Forks für die Teilung von zwei inkompatiblen Ketten in der Bockchain zuständig ist. Bitcoin Classic und Bitcoin XT sind Bitcoins der Soft Forks Bedeutender als Soft Forks sind Hard Forks. Grund dafür ist, dass Hard Forks die Verdoppelung der vollständigen Blockchain vornimmt. Jeder Bitcoin-Besitzer erhielt zum Zeitpunkt des Forks einen Bitcoin Gold oder Bitcoin Cash. Nur eine der beiden Ketten kann sich üblicherweise durchsetzen. Dies ist auch der Grund, warum der Bitcoin rund 8.600 US-Dollar kostete; die Kette wurde im Oktober gespalten und damit fiel der Bitcoin Gold auf 110 US-Dollar.

Auch neue technische Errungenschaften können Gründe sein und nicht nur das simple Profitinteresse. Gleichzeitig mit der Abspaltung des Bitcoin Cash kam es zu einer Blockerhöhung auf 8 MB, eine Größe mit höherer Leistungsfähigkeit. Mit einer Änderung vom Algorithmus ging die Abspaltung des Bitcoin Gold einher, wodurch der Bitcoin Gold nicht mehr auf SHA256 basierte, sondern auf Equihash.

Forks gibt es immer wieder, 19 Forks waren es 2017, etwa 50 Forks werden für 2018 erwartet.

Auch in anderen Projekten ist die Bitcoin-Technik vorhanden

Der Quellcode darf auch für andere Programme eingesetzt werden, weil die MIT-Lizenz bei Bitcoin greift. So wurde ein verteiltes DNS (Domain Name System) im Fall von Namecoin geschaffen. Auch alternative Währungen wie Peercoin, Litecoin,  Primecoin und andere bauen auf die Bitcoin Technik auf.

Für die Trusted-time stamping Implementation Originstamp ist Bitcoin ein elementarer Bestandteil.

Kontroversen und Risiken

Vor allen Dingen sind es vier Aspekte, die zu Meinungsverschiedenheiten übervorhanden sind. Da wäre zum Einen das Risiko, dass aufgrund einer Abwertung oder langfristiger Vertrauensverlust einen Fehlschlag auslöst und dass im Nachhinein aufgrund des mangelnden Vertrauens die Nutzung wieder sinkt.  Als Zweites betrachtet man die möglichen Konsequenzen, welche einer hohen Verbreitung und einer Akzeptanz von Dauer zugrundeliegen. Als Drittes wird diskutiert, wie das Verhältnis zwischen den vorhandenen Normen und die Länge der Durchsetzung aktuell ist und zukünftig sein wird.  Zu guter letzt kommt der sehr hohe Stromverbrauch ins Visier, der durch das  Mining von Bitcoins entsteht.

Keine Währung  – oder doch?

Der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel A. Weber, ist der Meinung, dass die Erfüllung grundlegender Währungsfunktionen vom Bitcoin nicht erfüllt werden kann.  Weber stellt fest, dass der Bitcoin eine Art Transaktionswährung sei. Diese Aussage machte Weber im Oktober 2017 auf einer Konferenz in Zürich. Die Währung habe eine wichtige Funktion; sie ist ein Zahlungsmittel, das überall Akzeptanz findet. Neben einem Zahlungsmittel ist eine Währung auch eine wertvolle Geldanlage. Beides kann der Bitcoin nicht aufweisen.

Auch der  Chef der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde, Andrew Bailey ist der Ansicht, Bitcoin ist eine Währung. Dies sagte er Ende 2017. Grund dafür ist die fehlende Regulation der Einheiten in Geld in Form von Bitcoins. Bitcoins sind nach seiner Meinung eine Handelsware, deren Preisgefüge sehr sprunghaft ist.

Unabhängigkeit von Währungen, Zahlungsdienstleistern und Banken

Als Im Jahr 2010 die Konten von WikiLeak bei MasterCard, Visa und PayPal gesperrt wurden, diskutierte man, ob Bitcoin eine Alternative wäre. Grund dafür ist, es gibt bei Bitcoin keine  übergeordneten Instanzen, die auf den Geldfluss direkt oder indirekt Einfluss nehmen können. Für die Sperre der Konten, so Timothy Geither, ehemaliger US-Finanzminister, fehlt die rechtliche Grundlage. WikiLeak rief deshalb dazu auf, für die Überweisung von Spenden Bitcoin zu nutzen.

Vorwurf eines Schneeballsystems

Seit Oktober stiegen die Bitcoin-Kurse stark an; die mediale Aufmerksamkeit wandte sich Bitcoin zu. In diesem  Zusammenhang damit entstand die Kritik, dass  Bitcoin wie ein Schneeballsystem fungiere, wenn auch nicht ganz, doch die Eigenschaften des Ponzi-Schemas seien vorhanden.

Bitcoin könne nur dann Gewinne erzielen, wenn neue Käufer bereit seien, auch zu höheren Preisen Bitcoins zu kaufen, so die Kritiker und sie sagen auch, dass genau das aktuell auch passiert.  Auch sind sie der Ansicht, Bitcoins habe keinen materiellen Wert, würde der Kurs auf Null fallen stände die Masse der Teilnehmer, die zu einem späteren Zeitpunkt zum Netzwerk gestoßen seien, zum Schluss mit Bitcoins ohne Wert da.  Dies seien die klassischen Merkmale von Schneeballsystemen, denn es hat eine Übertragung von etablierten und akzeptierten Währungen an die Besitzer von Bitcoins stattgefunden, die von Beginn an oder kurz danach zum Netzwerk zugestoßen seien.

Diejenigen, die hinter  Bitcoins stehen sind ganz anderer Meinung noch im Jahr 2011. Sie sind der Ansicht, das Bitcoin sehr wohl eine Währung sei, die durch ihre  inhärenten Eigenschaften und den Vorteilen der Handhabung real genutzt werden kann. Nebeneffekte seien die  Kursgewinne, die sehr wohl begründbar seien. Wie jede andere Kurssteigerung resultiert auch die der Bitcoins aufgrund einer hohen Nachfrage bei einem Angebot, das nur langsam wächst. Für diejenigen, die zu Beginn oder kurz danach eingestiegen sind stellte dies ein Risiko für einen Misserfolg dar. Bitcoins werden im Laufe der Zeit einen stabileren Kurs erreichen. Grund dafür seien die Sättigungseffekte.

Auch in Europa befasste man sich mit Bitcoin, insbesondere die Europäische Zentralbank. Neben dem Bitcoin musste sich EZB auch mit dem Vorwurf, dass Bitcoin ein Schneeballsystem sein, befassen. In Ihrem Bericht, der im Oktober 2012 erschienen, legt sich die EZB bezüglich des Vorwurfs Schneeballsystem nicht fest. Es gibt keinen “zentralen Organisator”, dem es möglich wäre das System zu unterlaufen, die Bankkonten zu leeren, und mit den Geldmitteln zu verschwinden. Auch ist nicht bekannt, dass das System hohe Profite verspricht. Dagegen ist eine  klare Informationsasymmetrie vorhanden,  das System ist auf der einen Seite sehr komplex, aber gut zu verstehen und auf der anderen Seite ist die Nutzung einfach, allerdings sind sich die Teilnehmer nicht im Klaren, dass die  Risiken eines Kollapses vorhanden sind.

Helmut Ettl, Vorstand der österreichischen Finanzmarktaufsicht  ist die  digitalen Währung nicht geheuer. Er geht in die Vergangenheit bis ins 17. Jahrhundert zurück und findet  Ähnlichkeiten zur holländischen Tulpenzwiebelblase. Er warnt davor, dass man sich nicht täuschen lassen sollte, auch wenn es hohe Gewinnaussichten gibt; das Ganze könnte platzen und einen massiven Wertverlust erleiden.

Riskante finanzielle Investitionen

Aktuell ist es hochriskant für den Ankauf von Bitcoins nennenswerte Beträge zu investieren. Timothy B. Lee, Journalist hat selbst Investitionen in  Bitcoins gemacht, ist sich aber den Risiken bewusst. Im Jahr 2013  gab er eine Liste mit Risiken heraus. Diese sind:

Ø  Irreversible Verluste durch Einbrüche der Kurse bei Online-Börsen, durch Malware, Verlust der Daten. Auf diese Weise wurde rund ein Drittel der im Web vorhandenen Handelsplattformen für Krypto-Währungen gehackt.  Dies ergaben Untersuchungen aus dem Jahr 2017, welche die Risiken seit 2009 ins Visier nahmen.

Ø  Bitcoins sind durch staatliche Regeln starken Einschränkungen ausgesetzt, insbesondere der staatliche Regulation als Maßnahme gegen Geldwäsche.

Ø  Die Kapazität des  Systems beschränkt und von Zeit zu Zeit eingeschränkt. Dieser Aspekt macht Transaktionen sehr langsam, wodurch kleine Transaktionen sehr teuer werden können.

Ø  Die kommerzielle Nutzung ist sehr gering, wenn man den steigenden Kurs und die hohen Erwartungen gegenüberstellt.

Ø  Große Teilnehmer am Markt manipulieren gezielt. Da Bitcoins jedoch weder noch Vermögensanlagen oder Wertpapiere sind, würde dies in Deutschland möglicherweise nicht unter das Strafrecht fallen.

Noch im Dezember 2017 meldete sich der  Chef der britischen Financial Conduct Authority mit einer Warnung zu Wort: Bitcoins seien eine  Handelswaremit begrenzten Vorrat. Jeder sollte sich darauf vorbereiten sein gesamtes investiertes Geld zu verlieren, wenn er dies in Bitcoins investiere.

Auch in Dänemark meldete man sich zu Wort; hier Lars Rohde, Chef der dänischen Zentralbank Mitte Dezember 2017. Er warnte mit Nachdruck vor Investitionen in Bitcoins. Er rät, dass man sich fernhalten solle, denn diese Investitionen seien “tödlich”. Jeder ist bei Bitcoin auf sich allein gestellt; wenn etwas schiefgehen sollte, solle er sich nicht beschweren.

Rechtmäßigkeit von nichtzentraler Geldschöpfung

Etabliert sich eine  Zahlungseinheit findet mit ihr ein statt, ist dies, faktisch gesehen, eine Geldschöpfung. Dies stellt traditionell ein Monopol der verschiedenen Notenbanken dar, wenn der Fall eintritt, dass Zentralbankgeld t im Raume steht. Dies gilt auch für den Fall von Kredit- und Buchgeld; dies findet in der Hauptsache durch die  Geschäftsbanken statt. Ist die Geldmenge gegenüber den Warenwerten hoch, gleichgültig ob durch bares Geld oder Geld von Krediten, führt dies zu einer Inflation, wenn man von der aktuellen Umlaufgeschwindigkeit  ausgeht. Damit ist stets ein Verlust der Kaufkraft von vorhandenen  Guthaben verbunden; letztendlich kommt immer eine Übertragung der geldlichen Vermögenswerte Stelle, welche Geld ausgibt, zustande.  Die Zentralbanken sind bei Bitcoins nicht involviert; für sie gibt es im Fall von Bitcoins keine Einnahmequelle. Dies ist sicher ein Grund, warum der  deutsche Interessenverband „Bundesverband Digitale Wirtschaft“ bestreitet, dass eine nichtzentrale Geldschöpfung legal ist.  Nicht betroffen von den Legitimitätsproblemen sind, so die Auffassung des Verbandes, Guthaben- und Bonussysteme, beispielsweise Linden Dollars, Facebook Credits, Payback-Card oder Vielflieger-Meilen.

Geschützt wird das genannte Monopol der Banknoten durch den Status, dass es sich dabei um  gesetzliche Zahlungsmittel handelt. Das Münzgesetz aus dem Jahr 2002 stützt diesen Status  in der EU. Allerdings sind alternative Währungen in diesen Rechtsnormen nicht verboten. Die Effekte der Netzwerke von etablierten Währungen sind sehr stabil; es ist sehr schwer eine neue Währung einzuführen.

Teilnehmer und Befürworter von Bitcoin sind der Auffassung, so gesagt im Jahr  2011,  eine Demokratisierung des Geldwesens können stattfinden, wenn man die Geldschöpfung von zentralen Machtstrukturen entkoppeln würde.  Wünschenswert sei auch die Ablösung des Systems, das hauptsächlich auf Kredite basiert, bei denen immer Geld mit Schuldzinsen  belastet wird.

Für die Geldpolitik kann es Folgen geben

Der deutsche „Bundesverband Digitale Wirtschaft“ hat am 1. Juni 2011 eine Pressemeldung veröffentlich. Der Bundesverband rät allen  Konsumenten davon ab,  Bitcoins zu nutzen. Grund dafür ist, dass Bitcoins, weil sie einer staatlichen Kontrolle nicht unterliegen würden, damit aber ausreichend Potenzial hätten, durch Geldwäsche, Steuerhinterziehung und andern illegalen Geschäften der ganzen Gesellschaft zu schaden und dies nachhaltig. Außerdem steht im Fall der Bitcoins die automatische Geldmengensteuerung im Widerspruch zu  jeder Konjunkturpolitik; damit würde dies letztendlich der Geldmengensteuerung den Boden entziehen.

Schon 2012 sah die Europäische Zentralbank ebenfalls erhebliche Risiken. Eine  frei konvertierbare elektronische Währung würde, so die EZB, für die Zentralbanken beispielsweise durch Reputationsrisiken oder einer geringeren Stabilität der Preise ein Risiko darstellen.

Deflation und Inflation sind weitere Risiken

Risiko Deflation

Weder Risiken noch offensichtliche Probleme konnte Gerhard Rösl von der Hochschule Regensburg im Jahr 2011 nicht erkennen. Er ist der Meinung, dass im Vergleich zu Bargeld kein ein erhöhtes Missbrauchspotential. Daneben habe man bei der Konzeption von Bitcoins sei anscheinend darauf geachtet, dass die Wechselkurse flexibel sind sowohl im Hinblick auf zu bezahlende Leistung sowie auf andere Währungen.

Risiko Inflation

Kritiker sehen Risiken im Bereich Inflation. Würde Bitcoin als alternative Währung akzeptiert werden, könnte dies zu einer noch nicht dagewesenen Hyperinflation  führen. Händler, Kunden, die Bitcoins  akzeptieren, wären auch bereit, Ersatzwährungen ähnlicher Art zu. Es könnten weitere Währungen in unbegrenzter Menge geschaffen werden, auch dann, wenn die Höchstzahl an Bitcoins beschränkt ist und bleibt.  Außerdem würden die Menschen erkennen, sobald es jedem klar  würde, dass auch ihr Guthaben von einem zum anderen Moment wertlos wird, weil es bei solchen virtuellen Währungen bezüglich der Geldschöpfung keine Beschränkung gibt, Mit dieser Erkenntnis würde die Nachfrage nach Bitcoins und anderen virtuellen Währungen zusammenbrechen; das Experiment wäre damit beendet.

Vorwurf, Bitcoins würden für illegale Zwecke verwendet

Beim Online-Portal Gawker erschien im Juni 2011 ein Artikel, in dem berichtet wurde, dass über ein Anonymisierungsnetzwerk, insbesondere über Silk Road. Dieses  würde ein Tor zum  Darknet-Markt berichtet öffnen; auf diesem Markt würden Drogen mit  Bitcoin bezahlt werden und auch Bitcoins gegen Drogen angeboten werden. Charles Schumer und Joe Manchin, beides US-amerikanische Senatoren, griffen diesen  Bericht auf und forderten, dass die Seite verboten wird. Des Weiteren zogen sie die Legalität von Bitcoin aufgrund der Verwendung von Bitcoins für den Kauf von  illegalen Waren die im Allgemeinen in Zweifel.  Tatsache ist, dass bei Aktivitäten der sogenannten Schattenwirtschaft eine besondere Rolle. In Deutschland schätzt man diese Aktivitäten in Höhe zwischen 12 und 17 % des Bruttoinlandsprodukts ein. Grund dafür die Anonymität von Bargeld; man kann es in der Regel nicht nachverfolgen.  Aktuell ist eine Tendenz vorhanden, dass Transaktionen mit Bargeld eine Kontrolle unterliegen sollten.  Der deutschen Bundesregierung wurde ein Gesetzentwurf zur Optimierung der Geldwäscheprävention vorgelegt. Dieser Gesetzentwurf sieht eine  Registrierung für Zahlungen vor, die  bisher anonym Z waren. Die Registrierung könnte mit Systemen wie beispielsweise Paysafecard erfolgen. Das SWIFT-Abkommen ist politisch umstritten, denn es sieht bei Zahlungsdaten eine viel weitergehende Kontrolle vor.

Im Jahr 2011 erklärten die Vertreter von Bitcoin-Tauschbörsen, zum Beispiel Mark Karpelès von Mt.Gox , dass sie in Kontakt mit Behörden stehen in Bezug auf einer Zusammenarbeit  bezüglich der  Kontrolle illegaler Transaktionen. Auch seien weitere Vorkehrungen getroffen worden wie bezüglich des  Auszahlungslimits.

Fehler bei der Software im Bitcoin-System und Szenarien eines Angriffs

Fehler bei der Software und im Design in Bitcoin können zum  der verbreiteten Implementierung Bitcoin Core können zum temporären Ausfall des Systems; auch ein Zusammenbruch ist denkbar. Grund ist die verbreitete Implementierung Bitcoin Core. Die Software kann man, um Fehler zu beheben, verändern. Allerdings müssen so viele Teilnehmer die  veränderte Version akzeptieren und verwenden, dass mehr als 50 % der Rechenleistung auf diese Verwendung entfällt. Als Hard Fork wird der Fall bezeichnet, wenn dies dazu führt, dass  Bitcoin-Einheiten der vorangegangenen Software-Version keine Gültigkeit mehr haben.

Angriff von mehr als 50 %

Bei der Blockchain hat ein Fork große Bedeutung. Grund ist, dass der Teilnehmer mehr als  50 %  der Rechenleistung in bereits vorhandenen Blöcken rückgängig machen und als Ersatz neue Blöcke bilden kann.

Doch gibt es ein Missverständnis, das nur allzu häufig ist. Dieses besagt, Besitzer, die 51 % der Bitcoin-Rechenleistung  in Anspruch nehmen, nur ungültige Blöcke erzeugen können durch das Erzeugen von zusätzlichen Geldeinheiten  inflationieren. Fakt ist jedoch, dass dies selbst einer Rechenleistung von  99,99 % nicht möglich ist. Sicher ist, dass das Erzeugen von nicht gültiger Blöcke und zusätzlicher Geldeinheiten bei Bitcoin nicht legal ist und damit eine  Verletzung des Bitcoin-Protokolls ist. Die standardmäßige  Bitcoin-Software würde in einem solchen Fall diese  Blöcke als ungültig ansehen und zurückweisen. Dies bedeutet, der Angreifer muss nicht nur im Besitz von  51 % sein, sondern auch dauerhaft den Teilnehmern eine andere Bitcoin-Software, die korrupt agiert, unterschieben. Aufgrund vom Open-Source-Charakter, das eine Eigenschaft der  Bitcoin-Software ist, ist diese Vorgehensweise in der Regel ausgeschlossen. Ein solcher Vorgang wäre mit dem Umlauf von gut gemachtes Falschgeld vergleichbar, das ein ganz normaler Bürger nicht als falsch erkennen würde.

Theoretisch denkbar wäre jedoch das Szenarium, dass ein große Rechenleistung auf einzelne Teilnehmer konzentriert ist und damit eine Unterwanderung des Bitcoin-Netzwerks machbar würde. Diese Unterwanderung wäre nicht einfach und verbunden mit einem extrem hohen  finanziellen Aufwand;  daneben wäre sie vermutlich nicht erfolgreich. Eine entsprechende Modifizierung der Software wäre vermutlich in der Lage, den Angriff zu vereiteln. Im Jahr 2014 wurde die Marke von 50 % vom Mining-Pool GHash für kurze Zeit überschritten.

Risiken der Zukunft

Eine Gefährdung des Systems könnten Quantencomputer sein. Aktuell sind  SHA-256-Algorithmus und CDSA für einen solchen Angriff; dieser Angriff wird nach aller Voraussicht nicht  in den nächsten Jahrzehnten auf das System zukommen.

Auch besteht die Möglichkeit eines  sogenannten Brute-Force-Angriff. Doch aktuell ist die Rechenleistung noch nicht so hoch, dass dies derzeit möglich wäre; allerdings steigt die Rechenleistung, weshalb in nächster Zeit  Gegenmaßnahmen diskutiert und getroffen werden müssen.