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Wer seiner privaten Krankenversicherung keine Kosten verursacht, der wird von den seiner Krankenversicherung belohnt. Die Gesellschaft erstattet dem Mitglied bis zu sechs Monatsbeiträgen, wenn sie ihre Arztrechnungen aus eigener Tasche bezahlt haben oder keine medizinische Hilfe in Anspruch nahmen, weil sie gesund waren.

Für das Jahr 2018 erstatten die privaten Krankenversicherungen fast eine Milliarde Euro, allein die Debeka zahlt 273 Millionen Euro an ihre Mitglieder aus. Die privaten Krankenversicherungen belohnen seit jeher ihre Kunden, wenn sich diese gesundheitsbewusst und kostenbewusst verhalten. Wie viel die einzelnen Mitglieder von ihrer privaten Krankenversicherung erstattet bekommen hängt vom gebuchten Tarif, aber auch von der Gesellschaft ab. Üblicherweise werden die Beitragsrückerstattungen zwischen August und November des nachfolgenden Jahres ausgezahlt. Für einige privat Versicherte kann es dabei ein Betrag bis zu 1.000 Euro sein, den sie von ihrer Krankenversicherung zurück bekommen.

Die Beitragsrückerstattung kommt nicht nur den Mitgliedern zugute die keine Kosten verursacht haben, sondern auch den Kunden, die nur wenige Leistungen in Anspruch genommen haben. Ein kleiner Wehmutstropfen gibt es dabei: das Finanzamt will auch einen Teil der Rückerstattung haben. Durch die Rückerstattung werden die Ausgaben für die Gesundheit, die steuerlich absetzbar sind, reduziert.

Dreizehn private Krankenversicherungen haben die Summen für die Rückerstattung veröffentlicht. So zahlt die Debeka 273 Mio. Euro an die Versicherten aus, gefolgt von der DKV, die 154 Mio. Euro rückerstattet. Auf Platz drei ist die Signal Iduna mit 130 Mio. Euro, die Continentale Versicherung befindet sich mit 126 Mio. Euro auf Platz 4, die Allianz erreicht Platz 5 mit einer Rückerstattungs-Summe von 122 Mio. Euro und beendet die Liste der privaten Krankenversicherungen, die Rückzahlungen im dreistelligen Bereich tätigen.

Der zweistellige Bereich beginnt mit der Hallesche und einer Rückerstattung in Höhe von 71 Mio. Euro. Auf Platz 7 steht die LKH mit 65 Mio. Euro, den Platz 8 teilen sich die SDK und die Barmenia mit je 62 Mio. Euro. Die nächsten Plätze belegen die Inter mit 35 Mio. Euro, die Gothaer mit 27 Mio. Euro und die uniVersa mit 24 Mio. Euro. Schlusslicht ist die Nürnberger mit 7 Mio. Euro.

Zu erwähnen ist noch, dass die Beitragsrückerstattungen der Barmenia, LKH, Nürnberger und Inter noch offen sind, die Zahlen stammen aus dem Vorjahr.

Von Rückerstattungen begünstigt sind Mitglieder der privaten Krankenversicherungen, deren Zahl sich zwischen 14.000 bei der Nürnberger und 400.000 bei der Debeka bewegt.

Erwähnenswert ist auch, dass man sich bei der Wahl der privaten Krankenversicherungsgesellschaft nicht von Rückzahlungen leiten lassen soll, sondern vielmehr auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.