Wechsel

Krankenversicherung Wechsel

Seit 1996 steht jedem Versicherten die freie Krankenkassenwahl zu. Gesetzliche Krankenkassen dürfen keinen Mitgliedsantrag ablehnen, für die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenkasse müssen diverse Voraussetzungen erfüllt sein. Sie dürfen auch Anträge ablehnen.

Der Wechsel zwischen gesetzlichen Krankenkassen

Wer gesetzlich pflichtversichert ist, ist nicht gezwungenermaßen auch dazu verpflichtet in ein und derselben GKV Mitglied zu bleiben.
Prinzipiell ist ein Wechsel zwischen den gesetzlichen Krankenkassen nach 18 Monaten Mitgliedschaft jederzeit möglich.
Die Kündigung hat 2 Monate vor Monatsende, zu dem gekündigt werden soll, schriftlich zu erfolgen. Besteht im Anschluss nicht sofort eine neue Pflichtversicherung bleibt die bisherige Krankenkasse zuständig.
Ein Sonderkündigungsrecht entsteht, wenn die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt. Innerhalb der nächsten 2 Monate nach Erhebung kann die Krankenkasse gewechselt werden, auch wenn man noch keine 18 Monate Mitglied ist.
Anders verhält es sich mit einem Wahltarif, welches Krankengeld beinhaltet. Hier sind die Krankenkassen lediglich 3 Jahre an den Beitrag gebunden. Danach dürfen diese von Seiten der Kasse verändert werden. Alle anderen Wahltarife haben das Sonderkündigungsrecht.
Zur Auswahl stehen dabei alle gesetzlichen Krankenkassen, welche sich der Allgemeinheit geöffnet haben. Wichtig ist, dass die allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK), Ersatzkasse, Betriebskrankenkasse oder die Innungskrankenkasse sich im selben Bundesland befinden wie der Wohnort oder der Arbeitsplatz.

Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung zur privaten

Wer von einer gesetzlichen Krankenversicherung zu einem privaten Anbieter wechseln möchte, muss prinzipiell den gleichen Schritten folgen wie der Wechsel von einer GKV zu einer anderen.
Die Unterschiede liegen darin, dass 1. die Voraussetzungen für den Beitritt in eine PKV erfüllt sein müssen und 2. erst die Prüfung der Gesundheitsfragen abgewartet werden muss bevor man die GKV kündigen kann. Bei letzterem ist dann dennoch eine Absicherung gewährleistet, sollte die PKV den Aufnahmeantrag ablehnen.

Rückkehr von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung

Von einer privaten Krankenversicherung in die gesetzliche zu wechseln stellt sich oftmals als schwierig oder gar unmöglich heraus.
Die Voraussetzungen für eine Rückkehr unterscheiden sich erheblich je nach Alter und Berufsgruppe. Als absolute Altersgrenze wird oftmals das erreichte 55. Lebensjahr genannt.
Häufig ist der Wechsel auch nicht unbedingt empfehlenswert. Es ist zu beachten, dass die GKV ihre Beiträge nach der Einkommenshöhe festlegt und lediglich Grundleistungen ihren Mitgliedern bietet.
Die genauen gesetzlichen Voraussetzungen für den Rückwechsel sind oftmals unklar. Daher sollte die individuelle Situation mit einem Experten besprochen und die Möglichkeiten erörtert werden.
Ebenso sollte man im Vorfeld gründlich alle Eventualitäten durchspielen bevor man in die PKV wechselt.