Gesetzliche Krankenkasse

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Gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist in Deutschland ein elementarer Bestandteil des Gesundheitssystems und des Sozialversicherungssystems. Die Mitgliedschaft in einer GKV ist verpflichtend, sofern die Person nicht als versicherungsfrei eingestuft ist und kein anderer Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall besteht. Es ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich die Mitgliedschaft in einer GKV freiwillig zu erwerben. Die Regelung ist eine andere wie bei der privaten Krankenversicherung.

Aufgaben der GKV

Die grundsätzliche Aufgabe einer gesetzlichen Krankenversicherung besteht darin, die Gesundheit der Versicherten zu bewahren bzw. wiederherzustellen oder den vorliegenden Gesundheitszustand zu verbessern (§ 1 SGB V). Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei auch Krankheitsbeschwerden zu lindern (§ 27 SGB V).  Allerdings dürfen die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele lediglich ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Leistungen, die über das Notwendige hinausgehen werden nicht gewährt. Dabei haben alle Versicherten prinzipiell den gleichen Leistungsanspruch. Der gesetzliche Leistungsumfang und seine Begrenzungen können im Fünften Buch Sozialgesetzbuch nachgelesen werden.

Leistungen

Mehrleistungen kann eine gesetzliche Krankenversicherung anbieten, sofern dieses in der Satzung berücksichtigt wurde. Mehrleistungen können beispielsweise sein: Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege usw.  Entsprechend dem Solidaritätsprinzip richten sich die Beitragsbemessungen nach dem Einkommen und einem festen prozentualen Beitragssatz, ungeachtet von Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustandes des Versicherten.

Leistungsübersicht

Das fünfte Buch Sozialgesetzbuch schreibt vor, welche Leistungen eine gesetzliche Krankenkasse erbringen muss. Diese Leistungserbringung erfolgt nach dem Sachleistungsprinzip, was bedeutet, dass die GKV direkt mit dem Leistungserbringer abrechnet.
Die einzelnen Leistungen lassen sich dabei in verschiedene Bereiche unterteilen.

– Leistungen zur Prävention: Hierzu zählen Leistungen, die der Verhütung von Krankheiten dienen bzw. Verschlimmerungen vermeiden, ebenso wie Empfängnisverhütung.

– Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten: In diesem Bereich lassen sich vor allem Kindervorsorgeuntersuchungen finden.

– Leistungen bei Krankheit: Im Krankheitsfall übernimmt die GKV u.a. Krankenbehandlungen, Fahrtkosten und gewährt Krankengeld.

– Leistungen zur medizinischen Rehabilitation: Die Kosten werden übernommen, sofern diese eine Verhinderung oder Minderung von Pflegebedürftigkeit und Behinderung herbeiführen.

– Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft: Hierzu zählt u.a. die Übernahme von Kosten der Entbindung, ärztliche Betreuung, Hebammenhilfe und die Zahlung von Mutterschaftsgeld.

Das Sozialgesetzbuch regelt den Leistungsumpfang

Der genaue mindeste Leistungsumfang ist gesetzlich festgelegt. Die GKV ist dem SGB V unterstellt und hat sich an dessen Vorgaben zu richten.  Wer weitere nicht abgedeckte Leistungen in Anspruch nehmen möchte, kann bei einigen gesetzlichen Krankenkassen Wahlleistungen mitversichern. Für diese muss der Versicherte mit dem Abschluss eines gesonderten Tarifs und der Übernahme der Prämie selber aufkommen.

Öffentliches Recht

Eine gesetzliche Krankenkasse wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts angesehen, welche sich selbst verwaltet. Daher wird auch der Haushalt eigenverantwortlich verwaltet. Allerdings ist eine GKV verpflichtet gesetzgeberische Leistungsvorgaben sog. Pflichtleistungen zu erfüllen.
Satzungsleistungen dürfen in einigen Fällen ebenfalls übernommen werden. Allerdings ist vorgegeben, dass die Betriebsmittel das 1,5-fache einer Monatsausgabe nicht übersteigen. Um diese Gefahr von Vorneherein zu unterbinden, greifen die Krankenkassen häufig auf die Erhebung von Zusatzbeiträgen bzw. Zuzahlungen ihrer Mitglieder zurück.

Kassenarten

Obwohl es für den Versicherten heute keine Bedeutung mehr hat, werden die Krankenkassen immer noch in verschiedene Arten unterteilt als auch in Primärkassen und Ersatzkassen unterschieden. Die Bedeutungslosigkeit der Unterteilung resultiert aus dem Kassenwahlrecht nach § 175 SGB V. Demnach steht jedem gesetzlich Versicherten die freie Wahl der Krankenkasse zu.

Ersatzkassen

Die Ersatzkassen (EK) sind aus Selbsthilfevereinigungen hervorgegangen und unterstehen dem Dachverband „Verband der Ersatzkassen“.  Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) beschränken sich auf begrenzte Bezirke, welche sich aber auch auf verschiedene Bundesländer ausweiten können. Innungskrankenkassen (IKK) hingegen können von Handwerksinnungen mit mehr als 1000 Versicherungspflichtigen ins Leben gerufen werden. Betriebskassen (BKK) bilden das Pendant zur IKK und können von Arbeitgebern mit mehr als 1000 Versicherungspflichtigen gegründet werden. Die LKK (Landwirtschaftlich Krankenkassen) stellte ursprünglich die Absicherung für Landwirte und ihre Familien als auch für Bezieher einer Rente aus der Alterssicherung der Landwirte dar. Die Knappschaft (KBS) war eine Krankenkasse, welche auf Arbeitnehmer aus dem Bergbau spezialisiert war. Seit 2007 kann im Grunde jeder Mitglied werden.

Gesetzliche Krankenkassen im Vergleich

Zahlreiche Gründe können für einen Wechsel der Krankenkasse sprechen. Sei es das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Beratungsangebot oder das Leistungsspektrum. Wer mit dem Gedanken spielt die Krankenkasse zu wechseln, muss zwangsläufig eine bessere Alternative finden. In diesem Fall hilft nur ein Vergleich der verschiedenen Angebote. Bevor der Interessent ausführlich vergleichen kann, sollte festgelegt werden worauf am meisten Wert gelegt wird. Sind umfassende Leistungen wichtiger oder ein niedriger Mitgliedsbeitrag? Manche Krankenkassen setzen auf ein umfangreiches Beratungsangebot, andere wiederum legen Wert auf klare Strukturen und die Niedrighaltung von Kosten. Steht der Entschluss fest kann u.a. unter Zuhilfenahme von Vergleichsportalen eine Abwägung als auch Ausschluss von Angeboten erfolgen.

Obwohl die gesetzlichen Krankenkassen alle das gleiche Niveau vorweisen in der gesetzlich vorgeschriebenen Versorgungen können sie sich in anderen Bereichen reichlich voneinander unterscheiden. Daher sollte bei einem Vergleich jeder Bereich herangezogen werden nicht nur der Tarif und die Leistungen. Wie sieht es mit den Beratungsangeboten aus? Existiert ein Bonusprogramm? Stehen auch Bonus- und Wahltarife zur Auswahl?

Kassenarten

Jedem gesetzlich Versicherten steht die freie Kassenwahl zu. Dieses geht aus § 175 SGB V hervor. Dennoch werden die Krankenkassen nach wie vor in die verschiedenen Arten wie Primär- oder Ersatzkassen unterteilt. So sind beispielsweise die Ersatzkassen aus Selbsthilfevereinigungen hervorgegangen. Sie unterstehen dem Dachverband „Verband der Ersatzkassen“. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sind stets nur für einen begrenzten Bezirk zuständig. Eine IKK (Innungskrankenkasse) kann von einer Handwerksinnung mit mehr als 1000 Versicherungspflichtigen eröffnet werden. Eine BKK (Betriebskrankenkasse) bildet das Gegenstück zur IKK und kann von Arbeitgebern mit mehr als 1000 Versicherungspflichtigen gegründet werden. Dann gibt es noch die LKK (Landwirtschaftliche Krankenkassen) und die Knappschaft. Die LKK war ursprünglich für die Absicherung von Landwirten und ihren Familien verantwortlich und die Knappschaftsmitglieder waren die Arbeitnehmer aus dem Bereich Bergbau.

Der Vergleich

Ein Vergleich der Krankenkassen kann prinzipiell auf anhand von zwei Vorgehensweisen durchgeführt werden. Die erste Variante ist mit reichlich Aufwand verbunden. Sie besteht darin, dass sich der Interessent bei den unterschiedlichen Krankenkassen Angebote einholt und sich beraten lässt. Im Anschluss können die einzelnen Informationen Zuhause in Ruhe miteinander verglichen werden. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass man sich den Service verschiedener Online-Vergleichsportale zu nutzen macht. Hier müssen nur wenige Parameter vom Suchenden in ein vorgefertigtes Formular auf der jeweiligen Webseite eingegeben werden und mit einer letzten Bestätigung werden interessante Angebote aufgelistet. Die Ergebnisse werden für gewöhnlich sortiert nach der Reihenfolge des passendsten Ergebnisses aufgelistet. Für gewöhnlich ist es im Anschluss mit wenigen Klicks möglich ein interessantes Angebot auch gleich wahrzunehmen.